Aktuelle Hinweise

 

Aktuelle Hinweise

Was private Haushalte über gewerbliche Sammlungen von Abfällen jeglicher Art wissen sollten

Wer hat sie noch nicht im Briefkasten gehabt, die kleinen Wurfzettel, auf denen eine kurzfristige Sammlung von Abfällen angekündigt wird – unkompliziert, ohne Wartezeit, einfach an den Straßenrand gestellt und natürlich kostenlos. Eines haben sie alle gemeinsam - sie verraten nichts über den Sammler, keine Namen, keine Adressen, vielleicht noch eine Telefonnummer, die in der Regel eine Mobilfunknummer ist. Kann man hier eine seriöse Entsorgungsdienstleistung erwarten?

1. Die Abfallentsorgung ist durch Gesetze geregelt

Die Entsorgung von Abfällen ist nicht von ungefähr gesetzlich geregelt, ist sie doch ein wesentlicher Baustein des Umweltschutzes. Die Gefährdung der Weltmeere durch Plastikabfälle, die Verseuchung von Bödenund Grundwasser durch Schadstoffe aus wilden Müllkippen, die Verschmutzung der Luft durch ungeregelte Abfallverbrennungen sind hier die bekanntesten Folgen einer ungeregelten Abfallbeseitigung. Aber auch dieVernichtung und damit der Verlust wichtiger Rohstoffe sind das Ergebnis solcher Praktiken.

Daher schreibt der Gesetzgeber im Kreislaufwirtschaftsgesetz vor, dass Besitzer von Abfällen aus privaten Haushaltungen verpflichtet sind, ihre Abfälle den nach Landesrecht zur Entsorgung verpflichteten öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern zu überlassen. Diese Aufgabe nimmt in Wolfsburg die WAS wahr. Die WAS hat dann schlussendlich dafür zu sorgen, dass die Verwertung und Beseitigung dieser Abfälle nach den geltenden Vorschriften erfolgt.

Gemeinnützige oder gewerbliche Sammlungen sind dagegen nur dann zulässig, wenn sie gegenüber den Genehmigungsbehörden angezeigt sind und die entsprechenden Nachweise über die Art der Sammlung und die ordnungsgemäße und schadlose Verwertung der gesammelten Abfälle im Rahmen der Verwertungswege nachgewiesen wird.

"Bei der Wahl des Entsorgers gibt es also keine Beliebigkeit!"

2. Risiken bei der Entsorgung über nicht autorisierte Abfallsammler

Kann von einer ordnungsgemäßen, Umweltschutz und Recycling fördernden Abfallentsorgung ausgegangen werden, wenn der Sammler sich hinter einem anonymen Wurfzettel verbirgt, keinen Firmennamen und keine Adressebenennt, so dass der Wolfsburger Bürger überhaupt nicht wissen kann, mit wem er es zu tun hat?

„Würde jemand bei Finanzgeschäften sein gutes Geld Unbekannten anvertrauen, nur weil etwas kostenlos, sofort und ohne großen Aufwand versprochen wird? Wohl kaum! Denn die Risiken sind hier für jedermann sofort zu erkennen.“

Auch bei der Entsorgung von Abfällen kann Ungemach drohen, wenn der Abfallbesitzer ob wissentlich oder unwissentlich dazu beiträgt, dass seine Abfälle illegale Wege nehmen oder ein Umweltdelikt die Folge unsachgemäßer Abfallbeseitigung ist.

Schon die einfache Frage, wie es denn möglich sein kann, dass die WAS und seriöse Entsorgungsunternehmen Gebühren verlangen für ihre Entsorgungsleistungen, die unbekannten Sammler aber alle möglichen Abfallgemische mitnehmen und die Entsorgung dann kostenlos bewerkstelligen wollen, zeigt die Risiken auf, welche hinter der Nutzung von Angeboten unbekannter Entsorger lauern können. Liegt es da nicht auf deHand, dass solche „Leistungen“ nur gelingen können, wenn nur die werthaltigen Anteile aus den Abfällen entnommen und der wertlose Rest, mit dem kein Geld zu verdienen ist, dann irgendwie und irgendwo billigentsorgt wird? Vielleicht sogar im Ausland?

„Wie soll denn eine umwelt und recyclinggerechte Entsorgung kostenlos funktionieren?“

Dieser nicht werthaltige und damit nur mit entsprechenden Kosten behandelbare Anteil des Abfalls wird leider allzu häufig als wilde Müllablagerung in Feld, Wald und Flur entsorgt. Dieses stellt mindestens eine Ordnungswidrigkeit und bei akuter Umweltgefährdung durchaus auch eine Straftat dar, die entsprechend verfolgt werden kann.

Wenn dann solche Hinterlassenschaften einem früheren Besitzer zugeordnet werden können, kann es auch für den gutgläubigen Nutzer einer solchen „billigen“ Abfallsammlung teuer werden, denn letztendlich ist der Abfallerzeuger für die ordnungsgemäße Entsorgung seiner Abfälle mitverantwortlich.

„Wer könnte bei diesen namenlosen und anonymen Sammlungen beweisen oder belegen, wem er seine Abfälle zu welchem Zweck übergeben hat?“

3. Gesetzeswidrige Abfallsammlungen

Besonders kritisch kann es für den Bürger werden, wenn diese „Sammlung von gebrauchten, unnötigen Sachen“ (Zitat von einem Handzettel) auch die Mitnahme von Problemabfällen (wie z. B. Autobatterien), oder von Elektro- und Elektronik-Altgeräten (wie z. B. alte Fernsehgeräte, Computer, Waschmaschinen oder Kühlschränke) umfasst. Hier handelt es sich keineswegs mehr um die klassische Altmetall- oder Schrottsammlung, sondern um die Beraubung des hierfür zuständigen Systems nach den Vorgaben des „Gesetzes über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (Elektro- und Elektronikgerätegesetz - ElektroG)“.

„Die Entsorgung von Problemabfällen und Elektro- und Elektronik-Altgeräten über nicht autorisierte Sammlungen ist illegal!“

Die Bürgerinnen und Bürger sind nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz verpflichtet, ihre Altgeräte einer vom Siedlungsabfall getrennten kostenlosen Erfassung durch die WAS zuzuführen. Die Hersteller sind in Ausübung ihrer Produktverantwortung dann für die Rücknahme der Altgeräte von der WAS und ihre ordnungsgemäße Entsorgung verantwortlich.

„Wer sich dubioser Entsorgungsmöglichkeiten bedient läuft Gefahr, sich strafbar zu machen – von allen möglichen Umweltschäden, die damit in Kauf genommen werden, ganz zu schweigen!“

4. Ordnungswidrige Nutzung des Straßenraums

Die gewerblichen Sammler fordern meist zur Bereitstellung der Abfälle am Straßenrand auf. Hier macht sich meist niemand Gedanken darüber, dass der öffentliche Straßenraum nicht einfach so als Müllabladeplatz genutzt werden darf. Die Bereitstellung von Abfällen zur Abfuhr ist nicht von ungefähr über Satzungen geregelt – wie z. B. beim Sperrmüll über die Abfallwirtschaftssatzung der WAS.

„Der öffentliche Straßenraum ist kein Müllabladeplatz!“

Ist schon das Bereitstellen von Abfällen am Straßenrand für nicht genehmigte gewerbliche Sammlungen kritisch zu sehen, so wird spätestens dann eine Ordnungswidrigkeit daraus, wenn diese Abfälle – entgegen der Ankündigungen auf den Wurfzetteln – von niemandem abgeholt werden und der Abfallerzeuger, welcher sie an den Straßenrand gestellt hat, seine Abfälle nicht umgehend wieder zurücknimmt und eventuelle Verschmutzungen beseitigt.

5. Tipps für eine korrekte Entsorgung von Abfällen

Welchen Rat kann man also geben?

„Verfahren Sie bei der Abfallentsorgung wie bei allen übrigen Geschäften – vertrauen Sie auch ihre Abfälle keinen unbekannten Unternehmen an!“

Jeder private Haushalt hat über das gesetzliche System des öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers – also in Wolfsburg: der WAS – die Sicherheit, dass seine Abfälle umwelt- und ressourcenschonend und allen gesetzlichen Vorgaben entsprechend verwertet und beseitigt werden. Daneben ist man nur bei anerkannten karitativen oder gewerblichen Sammlern, welche jederzeit Auskunft über ihr Geschäftsgebaren geben können, auch bei der Entsorgung der einst wertvollen und nun für den eigenen Gebrauch wertlosen Dinge auf der sicheren Seite.

„Die Maxime, dass „Geiz geil ist“, kann bei der Entsorgung von Abfällen schnell zu einem bösen Erwachen führen.“

Die WAS gibt jedes Jahr einen Entsorgungsplaner an alle Haushalte heraus, welcher alle wichtigen Informationen zum richtigen Umgang mit den eigenen Abfällen enthält. Auch die Homepage der WAS unter www.was-wolfsburg.de gibt viele Hinweise. Und wenn diese nicht genügen, dann hilft die Abfallberatung der WAS gerne weiter.

Telefon: 05361 283222

oder

Telefon: 05361 283200

Daher appelliert die WAS an alle Bürgerinnen und Bürger:

„Beteiligen Sie sich nicht an fragwürdigen Entsorgungspraktiken, unterstützen Sie keine dubiosen Sammler!“

Der Beitrag jedes Einzelnen zu Umweltschutz und Ressourcenschonung kann mit einem einfachen Telefonat bei der Abfallberatung der WAS beginnen!

Die Abfallbilanzierung erfolgt auf folgenden Grundsätzen:

  • Niedersächsisches Abfallgesetz §4 Abs. 1 und 2 verpflichtet öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger jährlich Abfallbilanzen zu erstellen und zu veröffentlichen
  • die Abfallbilanz der Stadt Wolfsburg gibt Auskunft über Art, Menge und Verbleib der Abfälle, die im Rahmen der öffentlichen Abfallentsorgung im vergangenen Kalenderjahr zu entsorgen/verwerten waren
  • die Daten dienen der Landesstatistikbehörde zur Erstellung einer Landesabfallbilanz für Siedlungsabfälle

 

In der Zeit vom 01.04. bis 30.04.2019 liegt diese Abfallbilanz für die Stadt Wolfsburg für das Jahr 2018 auch bei der WAS, Dieselstraße 36, Zimmer 007 aus.

 

 

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